Feuer / Brand in der Wohngebäudeversicherung

Laut den VGB 2010 (1914) in §2 Nr. 2 ist ein Brand wie folgt definiert: "Ein Brand ist ein Feuer, das ohne einen bestimmungsgemäßen Herd entstanden ist oder ihn verlassen hat und das sich aus eigener Kraft auszubreiten vermag."

Voraussetzungen für einen Brand aus versicherungstechnischer Sicht

Damit ein Brand im versicherungstechnischen Sinne vorliegt, müssen somit mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Erstens muss es sich um ein Feuer handeln. Daraus folgt, dass eine Lichterscheinung wie Flammen, Glut oder Funken vorhanden (gewesen sein) muss.

Zweitens muss das Feuer ohne bestimmungsgemäßen Herd entstehen oder seinen bestimmungsgemäßen Herd verlassen. Ein Feuer ohne bestimmungsgemäßen Herd entsteht ohne wissentliches Einwirken einer berechtigten Person. Es kann sich

z.B. um Brandstiftung (die nicht vom Versicherungsnehmer begangen wird), um ein Feuer infolge von Blitz, Kurzschluss oder Explosion handeln. Feuer durch bestimmungsgemäßen Herd entsteht z. B. im Kamin, im Holzkohlegrill oder durch Kerzen. Verlässt das Feuer diesen Herd und breitet es sich auf versicherte Sachen aus, besteht dafür Versicherungsschutz. Davon unberührt sind Leistungsausschlüsse- und Einschränkungen aufgrund grober Fahrlässigkeit.

Drittens muss sich das Feuer aus eigener Kraft ausbreiten können. Diese Voraussetzung ist z. B. für Sengschäden bedeutsam, die gemäß § 2 Nr. 6 b) VHB 2010 (1914) explizit nicht versichert sind. Ein Sengschaden resultiert aus Feuer, das sich nicht selbst ausbreitet.

Wann Feuer in der Gebäudeversicherung nicht versichert ist

In § 2 Nr. 6 d) VGB 2010 (1914) ist ein Ausschluss definiert. Versichert sind demnach keine  Brandschäden an versicherten Sachen, die "dadurch entstehen, dass die einem  Nutzfeuer oder der Wärme zur Bearbeitung oder zu sonstigen Zwecken ausgesetzt werden". Dieser Ausschluss gilt auch für Sachen, "in denen oder durch die Nutzfeuer oder Wärme erzeugt, vermittelt oder weitergeleitet wird".

Vorsätzliche Aktivitäten sind grundsätzlich ausgeschlossen!

 

Beispiele für diesen Ausschluss sind z.B. Feuer im Schornstein oder in einem Wäschetrockner. Achtung: Der Leistungsausschluss bezieht sich nicht auf eine versicherte Gefahr, sondern auf eine versicherte Sache. Entsteht im Wäschetrockner ein Feuer und breitet es sich danach auf andere versicherte Sachen aus, besteht dafür Versicherungsschutz. Der Ausschluss gilt darüber hinaus nicht für Schäden, die infolge einer versicherten Gefahr an anderen Sachen entstehen.

Ausgeschlossen vom Versicherungsschutz sind dagegen Schäden durch Erdbeben. Wenn also durch ein Erdbeben eine Gasleitung zerstört wird und diese Feuer fängt -> Einschluss Elementar wichtig!

 


Ein Vergleich der Gebäudeversicherung schafft Klarheit

Viele Gebäudeversicherungen sind noch auf den alten Stand. Klauseln wie die "Grobe Fahrlässigkeit" können für Sie als Versicherungsnehmer im Ernstfall schwer belasten. Hier greift der Versicherer gerne darauf zurück um nicht voll Leisten zu müssen. Ein Vergleich der bisherigen Wohngebäudeversicherung schafft Klarheit und spart auch zudem bestimmt Geld ein.

 

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