Wohngebäudeversicherung wechseln: So wechseln Sie sicher Ihre Gebäudeversicherung

Gebäudeversicherung richtig wechseln
Gebäudeversicherung richtig wechseln

Für einen Wechsel der Gebäudeversicherung gibt es viele Möglichkeiten. Beispiels­weise, durch einen Vergleich der bisherigen Gebäudeversicherung können für den gleichen Ver­sicherungs­schutz bei einem anderen Ver­sicherer deutlich günstigere Prämie erhalten werden. >Wie Sie zudem richtig ihre Gebäudeversicherung kündigen, erfahren Sie hier<

Beachten Sie beim Ver­sicherungs­wechsel bitte immer die festgelegten Kündigungs­fristen. Im Artikel erklären wir weiterhin die Regelungen in Sonder­fällen, wie einem Haus­kauf oder einer Erb­schaft.

Warum sollte man nach einem Hauskauf die Wohngebäudeversicherung wechseln?

Wenn Sie ein Haus / eine Immobilie kaufen, erwerben Sie automatisch die bestehende Wohngebäudeversicherung mit. Der eigentliche "Sinn" hier ist, dass für den Käufer keine Lücke im Versicherungsschutz entstehen soll. Gerade ältere Immobilie beinhalten keine aktuelle Elektrotechnik, die im schlimmsten Fall brennt und das gerade gekaufte Haus ein paar Tage später bis auf die Grundmauern zerstört, weil während eines Sturms ein Blitz einschlägt und eine Überspannung in der Elektrik verursacht.

Doch als Hauskäufer müssen Sie die bestehende Wohngebäudeversicherung nicht behalten. Sie dürfen die Gebäudeversicherung wechseln, indem Sie von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Allerdings gilt es, bei der Kündigung ein paar Formalien einzuhalten. Nachdem Sie als neuer Eigentümer ins Grundbuch eingetragen wurden, dürfen Sie die Versicherung innerhalb eines Monats kündigen. Eigentlich Rechtsgültig ist nur die endgültige Eintragung, eine Auflassungsvormerkung, die dazu dient, die Eigentumsansprüche des Hauskäufers zu schützen, zählt nicht. Als Stichtag dient das Datum, an dem Ihnen die Grundbucheintragung schriftlich mitgeteilt wird. Vorher dürfen Sie nicht kündigen, mit der Bekanntgabe aber sofort per Sonderkündigungsrecht oder – alternativ – ordentlich zum Ablauf des Versicherungsjahres.



Wie kann man nach einer Erbschaft die Gebäudeversicherung wechseln?

Als Erbe eines Hauses übernimmt man sämtliche Rechte und Pflichten des Erblassers an der Immobilie. Das bedeutet zum einen, dass man sich als neuer Eigentümer ins Grundbuch eintragen lassen muss. Zum anderen muss aber auch eine bestehende Wohngebäudeversicherung fortgeführt werden. Ein Sonderkündigungsrecht wie beim Hauskauf besteht nicht. Daher ist nur eine ordentliche Kündigung mit einer Frist von drei Monaten zum Ablauf des Versicherungsjahres möglich.

Worauf sollte ich bei einer Wohngebäudeversicherung achten?

Die Gebäudeversicherung ist keine eine Pflichtversicherung. Dennoch ist die Versicherung unbedingt empfehlenswert, wenn das wohl größte materielle Eigentum geschützt werden soll. Immobilien die über eine Bank finanziert sind, müssen oft sogar eine notwendige Absicherung tätigen, damit von einer Bank eine Finanzierung erhalten wird. Die Beitragshöhe wird generell von einigen Faktoren bestimmt und so von den Sonderausstattungen, der Nutzungsart von dem Gebäude, der Bauart, dem Umfeld des Gebäudes, dem Ort der Immobilie, der Größe der Wohnfläche oder dem Keller und natürlich auch von dem Wert des Hauses. Auch wenn die Immobilie schon abgezahlt ist, sollte Sie sich gegen unerwartete Gefahren absichern. Ein Vergleic der Gebäudeversicherung zeigt auch auf, dass bei der Versicherung nicht nur der Preis entscheidend ist. Natürlich gibt es auch günstigere Versicherungen. Doch am wichtigsten ist , welche Risiken eigentlich genau versichert sind. Die Versicherungsbedingungen sind sehr oft kompliziert formuliert und nur mit einem richtigen Experten an Ihrer Seite wird schnell klar, was genau versichert ist. Keiner sollte im besten Fall das Kleingedruckte übersehen. Als Standard sind die Risiken Sturm, Leitungswasser und Feuer versichert. Neben den Standardrisiken können durch Zusatzleistungen die vereinbart sind, gute Leistungen erzielt werden. Jeder muss hier für sich entscheiden, ob die Zusatzleistungen benötigt werden und auch dem Preis dann entsprechen der gezahlt wird. Doch oft kann sich dies auch lohnen. Zu den Zusatzleistungen gehören beispielsweise die Entsorgung von dem verseuchten Boden, Sachverständigengutachten, Abtransport von Schutt oder auch Vandalismus. Ganz wichtig ist, auch zu beachten, dass die richtige Versicherungssumme gewählt wird. Die Versicherungssumme muss auch dem realen Wert von dem Wohngebäude entsprechen. Auch wichtig ist beispielsweise, dass Deutschland in unterschiedliche Gefahrenzonen eingeteilt wurde. Diese Gefahrzonen sind vor allem gefragt, wenn der Baustein "Elementar" eingebaut werden soll.

Fazit: Wohngebäudeversicherung wechseln ist nicht schwer

Wer ein Haus kauft, muss die alte Wohngebäudeversicherung nicht fortsetzen. Die Gebäudeversicherung zu wechseln lohnt sich in den meisten Fällen, neue Policen entweder günstiger sind oder mehr Gefahren abdecken als eine alte Police.  Erforderlich ist es in der Regel, dass Sie die Bekanntgabe der Grundbucheintragung als Kopie einschicken. Dann können Sie sich auf Ihr Sonderkündigungsrecht von einem Monat nach Bekanntgabe des Grundbucheintrags beziehen.

 

Auch wenn Sie schon längere Zeit in Ihrem Haus wohnen, ist es oftmals sinnvoll, die Wohngebäudeversicherung zu wechseln. Um bessere Leistungen zum gleichen Beitrag zu erhalten. Beispiel Photovoltaikanlagen: Diese sind in neuen Policen meistens mitversichert.

 

Wenn Sie Ihren Versicherungsumfang erweitern oder einschränken wollen, zahlt sich ein Wechsel ebenfalls aus. Vor allem dann, wenn Ihre alte Police keinen Unterversicherungsverzicht anbietet oder auf die Prüfung grober Fahrlässigkeit nicht verzichtet. Darüber hinaus kommt auch der Punkt betreffend Abbruch- und Aufräumkosten - gute Policen sehen hier keine Begrenzung vor.